{"id":343,"date":"2014-03-26T16:43:51","date_gmt":"2014-03-26T16:43:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amitayus.net\/vn\/?p=343"},"modified":"2020-01-04T09:26:28","modified_gmt":"2020-01-04T09:26:28","slug":"meine-erlebnisreise-in-das-eigene-ich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amitayus.net\/de\/2014\/03\/26\/meine-erlebnisreise-in-das-eigene-ich\/","title":{"rendered":"Meine Erlebnisreise in das eigene Ich"},"content":{"rendered":"<p><strong><strong>w\u00e4hrend der 10 Tage Meditation. (M\u00e4rz 2012).<\/strong> von Hoa Ngo<strong><br \/>\n<\/strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war der siebte Tag der Meditation. Ich konnte mich einfach nicht konzentrieren, wie sehr ich mich auch bem\u00fchte. Ein Gedanke nach anderen kamen und gingen durch mein Kopf. So habe ich mir gesagt, muss mich mit dem Thema besch\u00e4ftigen, auseinandersetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nahm mitten in der Nacht Stift und Papier und begann zu schreiben. So kam dieses Schreiben zustande.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich eine Frau wie jede andere in dieser Welt mit verschiedener Schicksalschl\u00e4ge. Mein Vater ist im Krieg gestorben. Mutter alleinerziehend mit 3 Kindern. Aber wir hatten trotzdem immer ein gutes Leben. Sp\u00e4ter war ich allein mit meiner Mutter, weil meine 2 \u00e4lteren Br\u00fcder mit dem Boot wie viele andere gefl\u00fcchtet sind. Ich war sehr verw\u00f6hnt und bekam alles, was ich wollte und musste nie was Schweres machen. So hat mein Leben immer fortgesetzt. Die Zeit verging. Dies und jenes passierte. Ich f\u00fchle mich trotzdem nie ausgeglichen. Ich erlebe und sehe \u00fcberall<strong> Leiden, Krankheiten<\/strong> und frage mich immer warum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>So habe ich mir die Aufgabe zum Leben gemacht, nach irgendetwas zu suchen, um sich davon zu befreien. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kaufte B\u00fccher f\u00fcr B\u00fccher, weil ich mehr davon erfahren will und in meiner Umgebung keine passende andere M\u00f6glichkeit\u00a0gibt. Ich las Osho, Thien Su Thien Hai und besuchte kurz Raja-Yoga. (Indische Meditation \u00fcbers Licht, in dem man sich auch drin aufh\u00e4lt). Bis ich \u00fcber meinen Bruder von <strong>Ehrw\u00fcrdigem Thay Thich Hanh Tan\u2018s Meditation Seminar<\/strong> erfuhr<strong>. <\/strong>Es war Ende Juli 2011. Dieses Mal ist mein 3. Kurs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir knap \u00fcber 10, davon zwei M\u00f6nche und eine Nonne, machen zusammen diesen Kurs. Obwohl wir sehr verschieden sind, sind wir trotzdem sehr nett und verst\u00e4ndnisvoll zueinander. 10 Tage vergingen sehr schnell (obwohl diese sehr schmerzhaft waren). Ich sp\u00fcrte die Zeit gar nicht, fragte manchmal welchen Tag wir hatten. Es ist hier wie ein Paradies auf der Erde, die sehr sch\u00f6ne Landschaft, Berge, sch\u00f6ne ruhige Luft. Aber ehrlich gesagt ich habe diese sch\u00f6ne Landschaft gar nicht so genossen wie ich das sonst immer tat. Etwas <strong>Heiliges <\/strong>hat mich mehr fasziniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun begann die Meditationszeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich machte meine gute wie auch schlechte Erfahrungen (Eigentlich gibt es ja keine schlechte Erfahrung, denn sie sind da, damit wir daraus lernen k\u00f6nnen, oder?) Ich war immer verzweifelt, weil ich so unsicher war und hatte Angst, weil ich viele komische Erfahrungen dabei gemacht habe, z. B. bei der Gehmeditation, die Schritte (so kam es mir vor) fast immer automatich und perfekt machte und wo ich manchmal diese nicht kontrollieren konnte. Ich konnte diese manchmal nicht aus eigener Kraft runtersetzen bzw. bewegen. Ich war nicht mehr der Herr im Haus, sondern jemandanders hatte die Macht\u00a0in der Hand. Ich sah Licht und verfolgte dieses, um zu wissen was als n\u00e4chstes kommt. Ich war sehr entsetzt und fragte Thay. Thay sagte man darf keine &#8220;falsche Wahrnehmung&#8221; zulassen bzw. verfolgen und nur bei der Atmung an der Nase achten und diese Gehmeditation ist auch da, dass, bevor man geht, die Befehle rausgibt und nicht automatisch gef\u00fchlm\u00e4\u00dfig geht. Und ich probierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Morgen wo wir den Garten pflegten, habe ich mir die Aufgaben ohne zu wissen warum zur Aufgabe gemacht den festsitzenden Dreck vom Boden erst mit Schaufel zu entfernen. Ich machte dies irgendwie sehr leidenschaftlich, als wollte ich etwas in mir herauskratzen wollen. Alles raus und nun ist nur der Boden da mit dem gesammten Dreck. Ich nahm mir den Besen und fegte diesen weg und sah alles, was mal so war, ist in Staub wie Asche von Windbewegungen abgetragend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles weg sogar mein eigenes Ich. Ich fegte und fegte um dieses Ereignes genauer zu betrachen. Nun ist die n\u00e4chste Meditationszeit. Ich begann diese besonders aufmerksam auf meine Atmung zuachten. Ich achtete auf die Nasenl\u00f6cher als W\u00e4chter sozusagen. Ich versuchte hinzuh\u00f6ren wo die Atmung hingeht und was f\u00fcr ein Gef\u00fchl bei jeder Atmung entsteht. Nach einer Weile kam ein sehr angenemes Gef\u00fchl vor, eine Zufriedenheit aber irgendwie anders als sonst. Aber diesmal achtete ich nur auf die Atmung. Langsam kam auch der Schmerz. Aber diesen konnte ich anders bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der vorletzte Tag gab uns Ehrw\u00fcrdiger Thay Thich Hanh Tan uns jeder eine Aufgabe als Hausaufgabe. Meine waren \u00fcber Gehmeditation sowie auf die gewohnte Gewohnheiten zu achten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Erfahrung ist, dass ich wirklich die ganze Zeit sehr wenig esse und trotzdem satt bin, weil ich langsam kaue und der Geschmack von Speisen durch jeden Biss herauskristalisieren kann. Auch der Wunsch nach Scharfes, Salz, Pfeffer, Kaffee.,, zu sich zunehmen, hat irgendwie unbewusst aufgeh\u00f6rt. Oder wenn ich z. B. &#8220;Che&#8221;sehr gerne esse, am liebesten 2 essen will, zu sagen, &#8220;Nein das machst du heute nicht.&#8221;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was das Schlafen anbelangt, bin ich trotz mancher M\u00fcdigkeit fast immer sehr fit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir konnten, die wollten im Meditationsraum schlafen, die anschlie\u00dfend weiter \u00fcben wollten. Jeder hatte ein kleines Zimmerchen mit der Matratze. Wo ich drin lag und \u00fcber mein Leben nachdachte, dass man trotz allem in diesem winzigem Zimmer mit der Matratze \u00fcberw\u00e4ltigt gl\u00fccklich sein kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch die T\u00e4tigkeiten praktizierte ich langsamer durch die Meditation und daraus entsprechende Ergebnisse. D. h. man widmet die Aufgaben einen anderen Sinn und Blickwinckel. Man macht nicht nur, weil man machen muss, sondern der Sinn liegt tiefer drin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das, was ich auch sagen wollte, ist, dass wir die F\u00e4higkeit haben diese Schmerzgrenze zu \u00fcberschreiten, wenn wir ein Ziel direkt vor unseren Augen haben und sich gut vorbereiten. Das hat Ehrw\u00fcrdiger Thong Tru gesagt, wo er 7 Tage Tag und Nacht durchgemacht hat (nur Gebete zitieren vialisieren und gehen tut). Hierzu vielen Dank f\u00fcr diese wertvolle Information von Thay Thong Tru, diese hat mir das f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage sehr eingepr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir jetzt doch die Gelegenheit haben, k\u00f6nnen wir doch \u00fcben, oder?? \u00dcbung macht den Meister. Ist es nicht unser Ziel? dieses Leben hinter uns zu lassen und den Glauben zu praktizieren, sodass man in Nirvana kommt oder mindestens n\u00e4chstes Leben eine M\u00f6glichkeit erh\u00e4lt, ein gutes leben mit DHARMA zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber ich als noch nicht Buddhistin sehe, dass man schon ein bisschen vom Ziel erreicht hat, wenn man Meditation praktiziert, weil man n\u00e4mlich mit sich selbst und auch mit anderen anders umgeht und verh\u00e4lt. Ich habe vor, wenn Thay zul\u00e4sst, demn\u00e4chst die Zuflucht zu den drei Juwelen zu nehmen. Ich sehe wirklich als normaler Mensch in dieser Chaoswelt die einzige M\u00f6glichkeit ist, um sich von den Zw\u00e4ngen, Leiden und Krankheiten zu befreien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben es gut als Mensch geboren zu sein und auch die M\u00f6glickeit dazu. Aber vielen ist es nicht bewusst bis es zu sp\u00e4t ist. Man muss nur dieses Ziel vor Augen setzen. Nicht nur den Schmerz als Hinderniss sehen sondern auch die Resultaten, von denen man nie dran geglaubt hat. Man muss nur anfangen. \u201eAuch der l\u00e4ngste Marsch beginnt man mit dem ersten Schritt, oder?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor allem wenn ich Zuhause bin, ist das die meiste Herausforderung, weil ich mit meinen realen Alltagssituation konfrontiert bin und nicht mehr die Zeit und Ruhe habe. Aber ich glaube fest daran, dass auch ich das schaffe unter dem Chaosleben zu praktizieren und Ordnung in meiner Welt sowie andere in meiner Umgebung, weil ich dadurch andere Sicht erhalten habe. Ansonsten dreht man sich nur im Kreis des Rades rum und kommt nicht weiter, weil man sich in Gefuehlen, Wut, Gier, Begierde verfangen ist und seinen eigenen Atem nicht mal, oder nicht mehr findet, der f\u00fcr diesen K\u00f6rper so wichtig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Esgibt doch ein Sprichwort, \u201cGlaube versetzt Berge oder?\u201c Also fangen wir damit an. Kraft von Buddha wird uns weitertragen. In diesem Sinn wir sehen uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielen Dank an Ehrw\u00fcrdiger Thay Thich Hanh Tan, der uns diese Gelegenheit schafte und uns auf dem Weg der Verwirklichung leitete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>w\u00e4hrend der 10 Tage Meditation. (M\u00e4rz 2012). von Hoa Ngo Es war der siebte Tag der Meditation. Ich konnte mich einfach nicht konzentrieren, wie sehr ich mich auch bem\u00fchte. Ein Gedanke nach anderen kamen und gingen durch mein Kopf. So habe ich mir gesagt, muss mich mit dem Thema besch\u00e4ftigen, auseinandersetzen. 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