{"id":330,"date":"2014-03-26T16:30:51","date_gmt":"2014-03-26T16:30:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amitayus.net\/vn\/?p=330"},"modified":"2014-03-26T16:30:51","modified_gmt":"2014-03-26T16:30:51","slug":"das-erste-jahr-die-zeit-vergeht-schnell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amitayus.net\/de\/2014\/03\/26\/das-erste-jahr-die-zeit-vergeht-schnell\/","title":{"rendered":"Das erste Jahr \u2013 Die Zeit vergeht schnell"},"content":{"rendered":"<p>Gerade eben erst aus Asien nach Deutschland zur\u00fcckgekehrt, mit einigen Leuten ins Auto gestiegen und von Berlin aus in s\u00fcd\u00f6stliche Richtung in ein mittelhohes Gebirge \u201eam Ende des weltlichen Lebens\u201c gefahren um offiziell die H\u00e4user f\u00fcr das Klausurzentrum Amitayus zu \u00fcbernehmen. Seitdem ist ein Jahr wie ein Augenzwinkern vergangen. Ein Jahr im Leben eines Menschen, wenn man davon ausgeht dass er 100 Jahre lebt, ist nur ein Prozent aber nichtsdestotrotz ein sehr kostbares Jahr wie der ehw\u00fcrdige Patriarch Gu\u012bsh\u0101n L\u00edngy\u00f2u bereits lehrte: \u201edie Zeit nicht sch\u00e4tzen und f\u00fcr den Weg der Erl\u00f6sung zu nutzen, wie soll also der Samen der Erleuchtung heranreifen.\u201c<\/p>\n<p>Seitdem ich und einige andere hierher gekommen sind hat jeder mehr oder weniger sich mit seiner Praxis zur Erleuchtung bem\u00fcht. Die Novizen und Novizinnen, die gerade beim Entdecken der Theorie und dem Kennenlernen der Praxismethoden sind, haben bereits angefangen an sich zu arbeiten, unter anderem ruhiger zu gehen, leiser und weniger zu reden sowie die Sichtweisen \u00fcber die t\u00e4glichen Arbeiten\u00a0 zu \u00e4ndern. In einer Gesellschaft, die den Fortschritt von Materiellen als Ma\u00dfstab nimmt, ist das Verfolgen vom Wert des geistigen Lebens nicht ganz einfach, vor allem da diese Fortschritte nicht durch \u00e4u\u00dfere Erscheinungen wahrnehmbar sind. Es gibt gelegenlich sehr flei\u00dfige Menschen, die aber in Wirklichkeit \u00fcberhaupt keine Fortschritte in ihrer Praxis machen. Wiederum gibt es Menschen, die geistig sehr langsam, daf\u00fcr aber stetig Schritt f\u00fcr Schritt sicher auf dem Weg zur Erleuchtung voranschreiten. Nat\u00fcrlich gibt es auch welche, die sowohl innerlich als auch \u00e4u\u00dferlich sich entwickeln ????&#8230; Zusammengefasst kann man sagen, dass man den Prozess in der Praxis nicht anhand von materiellen Erfolg auf deren Gelingen messen kann. Das Bewusstsein des Praktizierenden ist sein Hab und Gut, das er mit sich nimmt. Er muss dabei ehrlich zu sich selbst sein um den wahren Wert von dessen was er festh\u00e4lt zu erkennen. Nicht wie im westlichen Reich, wo jemand am wertvollsten ist, wenn er so viel wie m\u00f6glich Schulden bei einer Bank hat, da es ja Milliard\u00e4re gibt, die hunderte von Millionen Schulden bei einer Bank haben! Die geistige Welt ist nicht so, ein Praktizierender der geistige Fortschritte machen will muss das festhalten, was er gerade hat, wieviel Anteile von Silas, wieviele Anteile von Versenkung und wieviele Anteile von Weisheit, welches er bereits entwickelt hat. Daraus entwickelt sich eine Erl\u00f6sungskraft\u2026???<\/p>\n<p>\u00dcber das Geb\u00e4ude gibt es nicht viel zu berichten, die drei H\u00e4user sind dem Zweck eines Klausurzentrums entsprechend eingerichtet. Das Meditationshaus wurde bereits umgebaut um gleichzeitig ein Ort sowohl zum meditieren als auch zum praktizieren von Athangasila f\u00fcr Laien, die eine Tag und eine Nacht dort praktizieren um nicht die Bewohner im inneren des Zentrums zu st\u00f6ren. Der Vajrayana Praxisraum ist zu etwa 95% fertiggestellt, nur die Beleuchtung ist noch in Arbeit. Der Reine Land Praxisraum ist f\u00fcr unsere Zwecke im Laufe der Zeit zu kleine geworden, weshalb dieser vergr\u00f6\u00dfert werden muss. Der Bauantrag zu Erweiterung des Praxisraumes auf die Terasse befindet sich momentan in Bearbeitung. Diese Bauma\u00dfnahme hat nicht nur den Vorteil, dass der Reine Land Praxisraum dadurch doppelt so gro\u00df wird, sondern es ist auch eine Arbeitserleichterung f\u00fcr die Gemeinschaft, da im Winter kein Schneeschieben mehr n\u00f6tig sein wird. Selbstverst\u00e4ndlich ist in dieser Angelegenheit eine Finanzierung notwendig, aus diesem Grund m\u00f6chte ich Ihnen die Kosten hierzu nennen, damit Sie einen \u00dcberblick haben wie Sie uns unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Die Baufirmen haben uns Angebote gemacht, die sich durchschnittlich auf 60.000 \u20ac belaufen. Wir bem\u00fchen uns derzeit auch andere Firmen heranzuziehen in der Hoffnung die Kosten reduzieren zu k\u00f6nnen obwohl unsere Bauingenieurin uns bereits erkl\u00e4rt hat, dass ein Bauprojekt mit der Gr\u00f6\u00dfe von 100m\u00b2 f\u00fcr 40.000 \u20ac nur ein Traum sei, den sich viele w\u00fcnschen. Wir hoffen aber, dass dieser Traum durch die Unterst\u00fctzung der Dharmasch\u00fctzer Wirklichkeit wird. Ferner habe ich mich auf Wunsch einiger Laienbuddhisten aus der Umgebung des Klausurzentrums \u00fcber das Errichten eines Gebetsraumes erkundigt, der au\u00dferhalb des Klausurbereiches ist und f\u00fcr Kurzzeitbesucher vorgesehen ist, die nur ein kurzes Gebet rezitieren wollen aber gleichzeitig des Innenleben des Zentrums nicht beeintr\u00e4chtigen wollen. Allerdings ist dieses Vorhaben bisher noch nicht weiter fortgeschritten, da es an Arbeitskraft und finanziellen Mitteln fehlt, obwohl die hierf\u00fcr bestellten Buddhastatuen bereits im Klausurzentrum eingetroffen sind.<\/p>\n<p>Die baulichen Fortschritte am Klausurzentrum verdanken wir vor allem den freiwilligen Helfern. Die Dresdener haben zum gr\u00f6\u00dften Teil selbst eigene Unternehmen, um die sie sich k\u00fcmmern m\u00fcssen. Darum ist es f\u00fcr sie schwieriger, die Vorschriften des Zentrums einzuhalten und f\u00fcr einige Tage hier zu sein. Aus diesem Grund konnten fiel ihre Unterst\u00fctzung trotz des Eifers geringer aus, im Gegensatz zu damals als die Hausordnung des Klausurzentrums noch nicht offiziell in Kraft getreten ist. Unter den Gruppen aus Stuttgart, Heilbronn, Aurich, Hamburg, Frankfurt, Berlin und M\u00fcnster muss man sagen, dass die Helfer aus Aurich einen bermerkenswerten Beitrag erbacht haben. Sie haben unter anderem den Parkettboden im Obergeschoss des Hauses 1\/104 sowie in einigen R\u00e4umen des Hauses 2\/103. Au\u00dferdem haben sie die Sanit\u00e4ranlagen im Meditationshaus eingerichtet.Die Stuttgarter und Heilbronner haben das Vordach am Haus 1\/104 gebaut, sowie das die W\u00e4nde im Erdgeschoss des Hauses 2\/103 gestrichen und die R\u00e4ume hergerichtet. Die Frankfurter haben haben die W\u00e4nde und die Decke im Reinen Land Praxisraum gestrichen. Dieser Raum wird nach der Fertigstellung des neuen Reine Land Praxisraumes zum Patriarchenraum. Die Helfer aus Berlin und M\u00fcnster haben weitere Renovierungsarbeiten im Haus 2\/103 und im Meditationshaus vorgenommen. Die Hamburger, vor allem die weiblichen Helferinnen haben allgemein das Zentrum aufger\u00e4umt und geputzt. Beim Aufz\u00e4hlen dieser Leistungen scheinen diese Arbeiten nicht viel zu sein, allerdings\u00a0 haben sich die Freiwilligen jedes mal Urlaub genommen um etwa eine Woche bis etwa 10 Tage ins Zentrum zu kommen. Noch lobenswerter ist die Tatsache, dass diese Leute nicht nur schwer gearbeitet haben, sondern fr\u00fch morgens und abends auch noch an den Praxisstunden teilgenommen haben um ihren Geist zu trainieren und die Hausordnung einzuhalten. Darunter sind einige, die nachdem sie von hier zur\u00fcck nach Hause gekehrt sind ihre Familien mit ihrer geistigen Entwicklung \u00fcberrauscht. Diese Schritte, die zwar kurz aber durch den Glauben und den Segen der Buddhas und Bodhisattvas sicher sind haben ihr Bewusstsein gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Den vergangenen Winter \u00fcberstand das Klausurzentrum warm, dank der Dharmaunterst\u00fctzer, die gemeinsam die Heizungsanlage gespendet haben. M\u00f6gen diese Verdienste dazu f\u00fchren, die H\u00f6llenbereiche der K\u00e4lte zu vernichten und alle Lebewesen stets W\u00e4rme??? Um die Gaskosten niedrig zu halten hat das Zentrum zus\u00e4tzlich Brennholz gekauft zum heizen gekauft, da die Gaspreise dieses Jahr schwindelerregend gestiegen sind, sodass bereits vorgeschlagen wurde, dass wir lieber \u201edie Heizung ausschalten und frieren\u201c sollten als soviel zu bezahlen. Dies jedoch h\u00e4ngt mit der Gesundheit der Bewohner zusammen und f\u00fchrt sicherlich zu einer Beeintr\u00e4chtigung des Praxis, vor allem bei denjenigen, die noch nicht in der Lage sind eine Krankheit oder Verletzung als als Grundlage f\u00fcr eine Praxis zu verwenden.<\/p>\n<p>Im Laufe des Jahres hat sich die Anzahl der Bewohner auch ge\u00e4ndert. Einerseits hatte eine Nonne das Gef\u00fchl nicht mehr hierher zu passen und beschlossen zur\u00fcck unter das Dach der w\u00e4rmenden Pagode Vien Giac zu kehren. Andererseits haben ein Novize und eine Novizin als meine Sch\u00fcler und ein anderer Novize und eine Novizin in der tibetischen Tradition mit als Sch\u00fcler von Logha Rinpoche ordiniert. Die Novizin Thong Chu ist nach ihrem Sprachstudium aus Taiwan gekommen um nun hier ihre Praxis fortzusetzen. Die Novizin Thong Chuong ist aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden momentan ebenfalls hier um zu genesen. Der M\u00f6nch Thong Tru wird ab Juni ebenfalls in das Klausurzentrum einziehen um zu praktizieren. Damit sind gegenw\u00e4rtig zwei M\u00f6nche, drei Novizen, f\u00fcnf Novizinnen und ein Novizenanw\u00e4rter im Zentrum wohnhaft. Au\u00dferdem geh\u00f6ren zum Zentrum noch der M\u00f6nch Thong Trach, der an einem buddhistischen Studium in einer Klosteruniversit\u00e4t in Taiwan teilnimmt, und der Novize Thong Tranh, der an einem Geshe Studiengang in Sera in Indien teilnimmt. Im September haben die Novizen und Novizinnen die Gelegenheit in der Pagode Thien Minh in Lyon die Vollordination bzw. die Siksamana Gel\u00fcbde zu erhalten.<\/p>\n<p>Im Laufe des vergangenen Jahres hat das Zentrum gezeigt, welchen Nutzen es hat. So fand vier Mal ein Athangasila Praxiswochenende innerhalb von einem Tag und einer Nacht statt. Da die R\u00e4umlichkeiten hierf\u00fcr noch nicht fertiggestellt sind, ist die Anzahl der Teilnehmer auf 12 begrenzt. Nach Fertigstellung des Athangasila Praxisraumes werden bis zu 22 Teilnehmer aufgenommen. In diesen 24 Stunden nicht Abend zu essen, nicht zu sprechen und intensiv zu praktizieren versteht sich von selbst. Die bisherigen Teilnehmer haben sich stets sehr bem\u00fcht diese Bedingungen einzuhalten, was bemerkenswert ist. Des weiteren waren etwa 50 G\u00e4ste hier, die drei Tage aufw\u00e4rts hier praktiziert haben, darunter etwa zehn, die schon \u00f6fter als zweimal hier waren. Unter den Besuchern waren auch zwei Deutsche die einige Tage hier mit Praxis verbracht haben. Die meisten Asiaten praktizieren die Richtung der Reinen Land Schule, einige bevorzugen Meditation.<\/p>\n<p>Zusammengefasst muss sich jeder mit festen Glauben in die drei Juwelen in Geduld und Ausdauer \u00fcben, egal welcher Praxismethode er nachgeht. Au\u00dferdem muss jeder die Lehre des Buddha klar und richtig verstehen um Fortschritte auf dem \u201eWeg\u201c zu machen, welches sich nicht in Worten ausdr\u00fccken l\u00e4sst. M\u00f6ge das buddhistische Klausurzentrum Amitayus mit der Zeit sich zu einem Ort der Praxis entwickeln, welches die Samen mit der Kraft zur Erleuchtung und Erl\u00f6sung hervorbringt, genau im Sinne wie der Buddhismus alles mit Licht erhellt, welches der Shakyamuni Buddha vor mehr als 2500 Jahren erstmals in der dunklen Welt das Samsaras entz\u00fcndete. M\u00f6gen alle Verdienste, die durch dieses Zentrum angesammelt wurde der eigenen Erleuchtung, genauso allen anderen Lebewesen im Universum gewidmet werden.<br \/>\nVerehrung dem zuk\u00fcnftigen Buddha Maitraya<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade eben erst aus Asien nach Deutschland zur\u00fcckgekehrt, mit einigen Leuten ins Auto gestiegen und von Berlin aus in s\u00fcd\u00f6stliche Richtung in ein mittelhohes Gebirge \u201eam Ende des weltlichen Lebens\u201c gefahren um offiziell die H\u00e4user f\u00fcr das Klausurzentrum Amitayus zu \u00fcbernehmen. Seitdem ist ein Jahr wie ein Augenzwinkern vergangen. 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