{"id":317,"date":"2014-03-26T16:21:11","date_gmt":"2014-03-26T16:21:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amitayus.net\/vn\/?p=317"},"modified":"2020-01-04T09:28:41","modified_gmt":"2020-01-04T09:28:41","slug":"das-erste-halbjahr-leere-taschen-auf-halber-strecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amitayus.net\/de\/2014\/03\/26\/das-erste-halbjahr-leere-taschen-auf-halber-strecke\/","title":{"rendered":"Das Erste Halbjahr: Leere Taschen auf halber Strecke"},"content":{"rendered":"<p>\u2026 ein halbes Jahr, sechs Monate, ein hundert achtzig Tage sind bereits vergangen. Wer wei\u00df was alles in dieser Zeit \u00fcberall auf diesem Planeten bereits geschehen ist oder momentan gerade geschieht. In einer kleinen abgeschiedenen Ecke im Osten des Erzgebirges erlebt auch das Buddhistische Klausurzentrum Amitayus&nbsp;Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p>Viele verfolgen das Geschehen im Zentrum \u00fcber das Internet und wissen daher bereits \u00fcber die Entwicklungen Bescheid. Andere aber finden nicht die Zeit um durch die Webseiten zu bl\u00e4ttern und die Neuigkeiten zu&nbsp;lesen. Dieser Bericht hier soll jedem eine einfache und bequeme M\u00f6glichkeit bieten, sich auf dem Laufenden zu halten.<\/p>\n<p>Wenn man sagt in den vergangen sechs Monaten sei vieles passiert, dann stimmt das nicht ganz, denn das Leben im Klausurzentrum erscheint nach au\u00dfen sehr einfach und regelm\u00e4\u00dfig. Jeden Tag versammelt sich die Gemeinschaft zu den im Tagesplan ausgeschriebenen Zeiten in den Praxisr\u00e4umen um zu rezitieren, Niederwerfungen zu machen, zu meditieren, zu studieren usw. also nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Wenn man allerdings das Innenleben betrachtet, dann ist bestimmt jeder Tag nat\u00fcrlicherweise eine neue Ver\u00e4nderung, eine Herausforderung. Jeden Tag, wenn der Wecker um halb vier Uhr klingelt, findet eine Auseinandersetzung im Inneren statt, die Faulheit des K\u00f6rpers und des Geistes wendet allerlei Tricks an um einen vom Aufstehen und der Morgenpraxis abzubringen. Diese st\u00e4ndigen kleinen Herausforderungen, diese schrittweise stattfindenden Ver\u00e4nderungen im Geist machen aus dem einfachen und langweiligen Au\u00dfenleben ein spannendes und sinnvolles Innenleben. Der Buddha lehrte: \u201eNicht der, der zehntausend Mann im Kampf, sondern nur wer sich selbst besiegt ist ein wahrer Held\u201c. Obwohl die Siege der Bewohner \u00fcber die eigenen Gewohnheiten noch nicht als Sieg \u00fcber sich selbst betrachtet werden k\u00f6nnen, so sind sie doch kleine Schritte auf dem langen Weg zur Erleuchtung und Erl\u00f6sung.<\/p>\n<p>Jetzt nach der Anfangszeit ist das Klausurzentrum nun vielen bekannt geworden und einige haben begonnen, sich f\u00fcr einen Aufenthalt f\u00fcr die Praxis oder das Studium anzumelden. Darunter haben sich auch Interessenten f\u00fcr mehr als die in der Hausordnung geschriebene Mindestaufenthaltsdauer von drei Tagen zuz\u00fcglich der Tage f\u00fcr die Anreise und Abreise angemeldet, zum Beispiel waren Teilnehmer f\u00fcr etwa eine Woche hier und manche sogar noch l\u00e4nger. Dies hier ist der Geist des Klausurzentrums, denn das Bestehen oder der Zerfall des Zentrums h\u00e4ngt nicht nur von finanziellen oder materiellen Unterst\u00fctzungen durch Spender, sondern vor allem sehr viel von der Praxis der Ordinierten und Laien ab. Solange die Nachfrage der Praktizierenden nach Praxis und einem daf\u00fcr geeigneten Ort noch besteht, solange hat die Existenz der Klausurzentrums noch einen Wert. Allerdings gibt es auch Personen, die das Gef\u00fchl hatten in dem einen oder anderen Punkt nicht mehr zum Klausurzentrum zu passen und diesen Ort nach monatelangem Aufenthalt wieder verlassen haben.<\/p>\n<p>\u00c4u\u00dferlich hat sich das Zentrum ebenfalls ver\u00e4ndert, entweder durch Renovierungs- oder&nbsp;Sanierungsarbeiten, die durchgef\u00fchrt worden sind oder im Moment noch durchgef\u00fchrt werden: B\u00e4ume, Str\u00e4ucher und Rasen im Garten wurden gepflegt; die R\u00e4umlichkeiten innen wurden soweit hergerichtet, damit sie wieder genutzt werden k\u00f6nnen. Eine Gruppe aus Stuttgart und Heilbronn war hier f\u00fcr eine Woche und hat an der Vorderseite des Hauptgeb\u00e4udes ein Vordach gebaut um zum Schutz der Wand vor Feuchtigkeit und um mehr Helligkeit in den Keller zu bringen. Im Haus 2\/103 werden im Moment die Wasserrohre und die Sanit\u00e4ranlagen repariert. Am Wichtigsten ist das Heizsystem f\u00fcr die beiden Geb\u00e4uden, welches sich in der Installation befindet, obwohl die Finanzierung durch Spenden noch nicht abgedeckt ist. Da dies eine notwendige Sache ist, konnte nicht weiter gewartet werden, weswegen eine Heizfirma bereits beauftragt wurde und sogar die Gemeinschaft der Bewohner die Zeit der Praxis reduzieren muss und Hammer und Schaufel in die H\u00e4nde nimmt um die \u00dcberreste der alten Heizanlage zu entfernen und die Vorarbeit f\u00fcr die Installation der Gastanks zu leisten (eine Beauftragung einer Firma f\u00fcr diese Vorarbeiten w\u00e4re nicht finanzierbar).<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzer des Klausurzentrums haben vorgeschlagen, die Ausgaben und Finanzierung des Zentrums offenzulegen um allen die M\u00f6glichkeit zu bieten, einsehen zu k\u00f6nnen ob sie noch spenden k\u00f6nnen oder nicht. Ansonsten w\u00fcrde man sich fragen, warum aus den allgemeinen Spenden von 23.231 Euro und den Spenden f\u00fcr die Inneneinrichtung von 7.885 Euro nicht die Heizung finanziert wird. Ich m\u00f6chte hier darauf hinweisen, dass in der Anfangszeit einige Anschaffungen notwendig waren, wie zum Beispiel Betten, Sitzkissen- und matten, Wasserfilterger\u00e4te, Lautsprecheranlagen, Geschirr, Almosenschalen f\u00fcr die M\u00f6nche\u2026 usw. Die Kosten daf\u00fcr belaufen sich auf 25.249,84 Euro (nicht gerechnet die Kosten f\u00fcr die Verlegung von Parkett in den Zimmern, welches von Unterst\u00fctzern aus China mit 84.000 RMB, umgerechnet etwa 10.000 Euro gespendet wurde; die Matratzen f\u00fcr die Betten im Wert von 4.000 Euro, die von einer Person aus Vietnam gespendet wurde; 20 Schr\u00e4nke f\u00fcr Sutren im Wert von 2.000 Euro, die ich dem Zentrum gespendet habe). Die Kosten f\u00fcr B\u00fcrobedarf und sonstige Nebenkosten belaufen sich auf 1633,73 Euro; die Kosten f\u00fcr Reparaturen am Zentrum belaufen sich bisher auf 6.353,94 Euro, wobei diese Summe noch steigen wird, da die Renovierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Damit liegen die Ausgaben von 33.237,51 Euro bereits \u00fcber den eingenommen Spenden von 2.121,51 Euro. In den Ausgaben sind noch nicht berechnet die Beitr\u00e4ge der Krankenversicherungen f\u00fcr die Zentrumbewohner, die sich auf mehr als 150 Euro pro Monat und Person belaufen. Momentan zahlt das Zentrum f\u00fcr vier Bewohner diese Versicherung: f\u00fcr mich, Novize Thong Tram, Novize Thong Tri und Novizin Thong Chanh. Den Anteil f\u00fcr den Novizen Thong Tri und die Novizin Thong Chanh \u00fcbernehmen die jeweiligen Familien. F\u00fcr meine Anteil und den des Novizen Thong Tram werden noch Unterst\u00fctzer gesucht, die ebenfalls monatlich diese Kosten spenden. Mit Sicherheit wird in Zukunft f\u00fcr weitere Ordinierte Bewohner diese Art der Unterst\u00fctzungen ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Nachdem die Ausgaben bekannt gegeben wurden \u00fcberkam mich ein unbehagliches Gef\u00fchl, da dieses Geld aus Spenden f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten des Klausurzentrums stammt und nicht verschwendet werden darf. Allerdings wurde ich relativ durch die unterst\u00fctzenden Laien beruhigt, nach deren Meinung die Kosten f\u00fcr den Aufbau und die Anschaffungen f\u00fcr ein solches Zentrum keineswegs hoch sind. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern w\u00fcrden f\u00fcr den Kauf eines Hauses und dessen Einrichtung mehr als die oben genannte Summe ben\u00f6tigen, sagen sie. Ich hoffe, dass andere Interessenten an den Aktivit\u00e4ten des Zentrums das ebenfalls so sehen. Schlie\u00dflich gibt es immer noch vieles, was in n\u00e4chster Zeit zu tun ist, was nicht ohne die kr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung der Laien, sowohl finanziell als auch personell, zu bew\u00e4ltigen ist.<\/p>\n<p>An dieser Stelle w\u00fcrde ich gerne vorschlagen, dass diejenigen, die bereits die Absicht haben uns zu helfen, wenn m\u00f6glich sich eine Woche oder mehr freizunehmen und Verwandte, Freunde oder Bekannte dazu einzuladen gemeinsam zu uns zu kommen um uns bei den weiteren Renovierungs- und Sanierungsarbeiten zu unterst\u00fctzen. Zum aktuellen Stand stehen noch folgende Arbeiten an:<\/p>\n<p>Arbeiten, die Fachwissen erfordern und in K\u00fcrze zu erledigen sind:<br \/>\n&#8211;&nbsp;Parkettboden ein den Zimmern der Ordinierten und in den Gemeinschaftsr\u00e4umen verlegen<br \/>\n&#8211;&nbsp;Kontrolle der Stromleitungen und eventuellen Neuverlegung<br \/>\n&#8211;&nbsp;Einrichtung eines Gebetsraumes f\u00fcr kurzzeitige Besucher (W\u00e4nde streichen, Altar bauen, T\u00fcren einbauen,\u2026)<br \/>\n&#8211;&nbsp;Zus\u00e4tzliche Sanit\u00e4rr\u00e4ume f\u00fcr das Meditationshaus bauen (W\u00e4nde bauen, Rohre verlegen, Waschbecken usw. anbauen,\u2026)<br \/>\n&#8211;&nbsp;Wasser- und Heizungsrohre im Meditationshaus reparieren<br \/>\n&#8211;&nbsp;Wohnr\u00e4ume und Badezimmer f\u00fcr die lehrenden M\u00f6nche im Meditationshaus einrichten<br \/>\n&#8211;&nbsp;Gartenanlage und Weg zum k\u00fcnftigen Haupteingang anlegen<br \/>\n&#8211;&nbsp;Alt\u00e4re f\u00fcr die Praxisr\u00e4ume bauen<br \/>\n&#8211;&nbsp;Sitz- und Schlafpodeste f\u00fcr den Meditationsraum zur Benutzung als Athangasila Praxisraum einbauen<br \/>\nArbeiten, die nur Bereitschaft und Zeit ben\u00f6tigen:<br \/>\n&#8211;&nbsp;Thermostate an den Heizk\u00f6rpern reparieren oder austauschen<br \/>\n&#8211;&nbsp;Fliegengitter an die Fenster anbringen<br \/>\n&#8211;&nbsp;Holzfassade an den Au\u00dfenw\u00e4nden der H\u00e4user abschleifen und neu anstreichen<br \/>\n&#8211;&nbsp;Abstellraum hinter der K\u00fcche wieder herrichten<br \/>\n&#8211;&nbsp;Wasserlauf hinter dem Meditationshaus freilegen<br \/>\n&#8211;&nbsp;M\u00fchlgrube freilegen<br \/>\n&#8211;&nbsp;Flur und R\u00e4ume hinter dem Vajrayana Praxisraum aufr\u00e4umen<br \/>\n&#8211;&nbsp;Decke in den Schlafzimmern reparierenDiejenigen, die Interesse und die Absicht haben zu helfen werden gebeten, sich unsere Hausordnung gr\u00fcndlich durchzulesen, ebenso die Liste der Arbeiten um die jeweiligen passenden Aufgaben auszusuchen. Ich pers\u00f6nlich, ebenso die st\u00e4ndigen Bewohner und unsere gelegentlichen praktizierenden Besucher sind Ihnen f\u00fcr Ihren Beitrag sehr dankbar.<\/p>\n<p>F\u00fcr monatliche Unterst\u00fctzung nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihrer Bank auf um Ihre Spende direkt auf unser Konto zu \u00fcberweisen, was uns die Arbeit bei der Jahresabrechnung sehr erleichtern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Finanzamt hat uns bereits eine vorl\u00e4ufige Bescheinigung zur Gemeinn\u00fctzigkeit austragen, wodurch es uns nun m\u00f6glich ist, Ihnen bei Bedarf eine Spendenbescheinigung auszugeben. Bitte nehmen Sie hierf\u00fcr mit uns Kontakt auf, damit wir Ihnen diese so bald wie m\u00f6glich aush\u00e4ndigen k\u00f6nnen. Wir bitten Sie um Verst\u00e4ndnis, da es in unsere Umgebung keine Post in der N\u00e4he gibt, weswegen die Bearbeitungsdauer etwas l\u00e4nger sein kann.<\/p>\n<p>Bestimmt haben sich schon einige gefragt, warum ich als Titel f\u00fcr diesen Bericht \u201eLeere Taschen auf halber Strecke\u201c gew\u00e4hlt habe. Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Arbeiten im Klausurzentrum sind noch nicht abgeschlossen, der Weg ist noch nicht bis zur H\u00e4lfte beschritten, doch die Ausgaben haben das Limit bereits \u00fcberschritten, darum die leeren Taschen!<\/p>\n<p>Einige Zeilen um Ihnen die Aktivit\u00e4ten und die Bed\u00fcrfnisse des Klausurzentrums n\u00e4her zu bringen.<\/p>\n<p>M\u00f6gen die drei Juwelen stets alle Laien und Ordinierten auf dem Weg der Befreiung beistehen und allen Lebewesen den Buddhismus n\u00e4her bringen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 ein halbes Jahr, sechs Monate, ein hundert achtzig Tage sind bereits vergangen. 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