{"id":294,"date":"2014-03-26T15:59:41","date_gmt":"2014-03-26T15:59:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amitayus.net\/vn\/?p=294"},"modified":"2014-03-26T15:59:41","modified_gmt":"2014-03-26T15:59:41","slug":"so-leben-die-buddhistischen-moenche-in-schoenfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amitayus.net\/de\/2014\/03\/26\/so-leben-die-buddhistischen-moenche-in-schoenfeld\/","title":{"rendered":"S\u00e4chsische Zeitung 01: So leben die buddhistischen M\u00f6nche in Sch\u00f6nfeld"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das buddhistische Kloster Amitayus \u00f6ffnet zum ersten Mal seine T\u00fcren f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Franz Herz<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der T\u00fcr h\u00e4ngt noch eine Plakette &#8220;Erzgebirgischer Landgasthof&#8221;. Sie stammt aus der Zeit, als es im Schmiedeberger Ortsteil Sch\u00f6nfeld noch die &#8220;Wei\u00dfe M\u00fchle&#8221; gab. Die ist schon lange geschlossen. Heute leben zw\u00f6lf buddhistische Nonnen und M\u00f6nche in den drei H\u00e4usern der ehemaligen Gastst\u00e4tte. Von au\u00dfen ist das Kloster erkennbar an den bunten Gebetsfahnen, die im Wind flattern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor einem Jahr hat sich das Buddhistische Klausurzentrum Amitayus in Sch\u00f6nfeld niedergelassen. Die M\u00f6nche und Nonnen sind vorwiegend vietnamesischer Abstammung. Der Abt selbst, Thich Hanh Tan, ist 1979 als Fl\u00fcchtling aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Damals war er zehn Jahre alt. Er ist hier aufgewachsen und wollte schon als Kind M\u00f6nch werden. &#8220;Ich hatte schon fr\u00fch den Wunsch, in die `Hauslosigkeit\u00b4 zu gehen&#8221;, erz\u00e4hlt er. So nennen Buddhisten den v\u00f6lligen Verzicht auf weltliche Besitzt\u00fcmer, wie ihn die M\u00f6nche leben. Erst war seine Familie dagegen. Doch mit 20 Jahren ist Thich Hanh Tan in ein Kloster in Hannover eingetreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Ausbildung und Studium ist er dort Abt geworden. 2008 wollte er allerdings wieder dauerhaft nach Asien zur\u00fcck. Doch das erwies sich als unm\u00f6glich, denn er war ja deutscher Staatsb\u00fcrger. Zur\u00fcck in Deutschland suchte er einen g\u00fcnstigen Ort, um hier das buddhistische Zentrum aufzubauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch Zufall stie\u00df er auf die leer stehende Wei\u00dfe M\u00fchle. &#8220;Ich habe einen ruhigen Ort gesucht, dessen Umgebung gute Energie ausstrahlt&#8221;, sagt er. Das hat er in Sch\u00f6nfeld gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pr\u00e4chtige Buddhastatuen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Abt selbst konzentriert sich auf seine spirituellen Aktivit\u00e4ten. Die M\u00f6nche m\u00fcssen sich auch um die Alltagsaufgaben mit k\u00fcmmern. Thich Thong Tri ist als M\u00f6nch f\u00fcr die Betreuung von Besuchern verantwortlich. Er zeigt die Praxisr\u00e4ume. So nennen die M\u00f6nche die S\u00e4le, die mit gro\u00dfen Statuen festlich ausgestaltet sind. Einer ist noch in Arbeit. Hier sind die Statuen abgedeckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im zweiten steht eine pr\u00e4chtige Buddhastatue an der Stirnseite. Sie ist flankiert von kleineren Statuen, Begleitern Buddhas. Hier praktizieren die M\u00f6nche und Nonnen in der Regel t\u00e4glich acht Stunden. Sie meditieren im Lotossitz \u00fcber den Namen des Buddhas und w\u00fcnschen sich, damit nach dem Tode in sein Reich zu kommen, das ein Leben ohne Leid verspricht und vergleichbar der christlichen Vorstellung vom Paradies ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00f6nche und Nonnen tragen safrangelbe Kutten und ihre Haare kurz geschnitten. Sie leben ausschlie\u00dflich von den Spenden ihrer Anh\u00e4nger. Das sind Menschen in ganz Deutschland, die in der Regel aus Vietnam stammen, und daher die buddhistische Religion haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesen Tagen sind viele von ihnen in Sch\u00f6nfeld. Sie helfen, das Zentrum f\u00fcr den Tag der offenen T\u00fcr am Sonnabend vorzubereiten. Das ist ein ungew\u00f6hnlicher Schritt. Denn in der Regel ist das Klausurzentrum auf Abgeschiedenheit eingerichtet, nicht auf schnelle Besucher. Wer mit den M\u00f6nchen leben und meditieren will, muss mindestens drei Tage bleiben. &#8220;Aber auch unsere Nachbarn sollen wissen, was wir hier machen und wie wir leben&#8221;, sagt der Abt. Deswegen haben die Buddhisten in alle H\u00e4user von Sch\u00f6nfeld pers\u00f6nliche Einladungen gesteckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Buddhistisches Zentrum Amitayus, Sch\u00f6nfeld 104, 01762 Schmiedeberg. Offene T\u00fcr am Sonnabend ab 13 Uhr bis 17 Uhr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: S\u00e4chsische Zeitung Dippoldiswalde <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das buddhistische Kloster Amitayus \u00f6ffnet zum ersten Mal seine T\u00fcren f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit. Franz Herz An der T\u00fcr h\u00e4ngt noch eine Plakette &#8220;Erzgebirgischer Landgasthof&#8221;. Sie stammt aus der Zeit, als es im Schmiedeberger Ortsteil Sch\u00f6nfeld noch die &#8220;Wei\u00dfe M\u00fchle&#8221; gab. Die ist schon lange geschlossen. 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