{"id":263,"date":"2014-03-26T15:38:06","date_gmt":"2014-03-26T15:38:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amitayus.net\/vn\/?p=263"},"modified":"2014-03-26T15:38:06","modified_gmt":"2014-03-26T15:38:06","slug":"hausordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amitayus.net\/de\/2014\/03\/26\/hausordnung\/","title":{"rendered":"Hausordnung"},"content":{"rendered":"<p>Wie in jeder buddhistischen Gemeinschaft, so st\u00fctzen auch wir uns auf die Grundpfeiler der Lehre des Buddha. F\u00fcr uns ein Garant f\u00fcr harmonisches Zusammenleben und Praktizieren. Diese sogenannten\u00a0Grundpfleiler sind Disziplin, Sammlung und Weisheit (auf Pali: Sila, Samadhi, Panna).<\/p>\n<p>Obwohl diese drei Pfeiler sich einander bedingen,\u00a0ist es allgemeine \u00fcblich Sila (Disziplin, Regeln, Gel\u00fcbde) als die\u00a0Basis f\u00fcr die beiden anderen zu begreifen. So gibt es unter Buddhisten selten Widerspruch wenn gesagt wird, da\u00df Sila die Entwicklung von Samadhi (Sammlung, Konzentration)\u00a0unterst\u00fctzt und Samadhi die von Panna (Weisheit, Einsicht).<\/p>\n<p>Wie Sie aus der Beschreibung \u00fcber die Gr\u00fcndung des Zentrums erfahren konnten, geht es uns vorallem um das \u00dcben der Mediation in ihren verschiedenen Formen. Das Ziel unserer Bem\u00fchungen\u00a0ist, die Erleuchtung, das Erwachen, die Befreiung zu verwirklichen. Sprechen wir von einer Tradition, von etwas, das an die n\u00e4chste Generation weitergegeben oder \u00fcbertragen wird, so geht es\u00a0im Buddhismus, in der Lehre des Buddha, um nichts anderes als um diese Erleuchtung oder Befreiung und alles was dazu f\u00fchrt oder dies bewirkt. Gibt es niemanden mehr, der dieses Erwachen erlangt, dann verlieren alle Lehren und Anweisungen an Bedeutung, denn es fehlt der lebende Beweis, da\u00df die Lehren zu einem Ergebnis f\u00fchren.<\/p>\n<p>In 2500 Jahren Buddhismus gab es zahllose \u00dcbende, die sich an die oben beschriebenen Prinzipien gehalten\u00a0und ihre Meditation zum Erfolg gebracht haben. Bis zum heutigen Tag gibt\u00a0es Erleuchtete, d.h. die Tradition lebt. F\u00fcr uns bedeutet das, da\u00df wir\u00a0dadurch nicht nur inspiriert sind, zu einer Tradition zu geh\u00f6ren, sondern \u00fcberaus motiviert sind, die Prinzipien anzuwenden und\u00a0zu \u00fcben, die zum Erwachen f\u00fchren. Wir folgen also den Prinzipien wie der Disziplin nicht nur aus Gehorsam oder weil sich\u00a0darin der Wille eines h\u00f6heren Wesens ausdr\u00fcckt. Weil wir das Beispiel der Erleuchteten vor Augen haben, sogar von Ihnen Unterricht erhalten haben, sind wir von der Wirkweise der Disziplin \u00fcberzeugt. Von daher ist es f\u00fcr uns nicht nur selbstverst\u00e4ndlich, sondern auch eine Freude, eine f\u00fcr au\u00dfenstehende befremdlich erscheinende Disziplin zu \u00fcben.\u00a0Alle in der Gemeinschaft haben\u00a0das Ziel, die\u00a0Erleuchtung zu\u00a0erlangen und \u00fcben folglich die Prinzipien gem\u00e4\u00df ihrer F\u00e4higkeit. Damit st\u00fctzen die einzelnen \u00dcbenden die Gemeinschaft und die Gemeinschaft tr\u00e4gt den einzelnen.\u00a0Dies ergibt eine Kraft, die sich positiv\u00a0f\u00fcr den Einzelnen und die Gemeinschaft auswirkt &#8211; wie in\u00a0einem Flu\u00df, der in seinem Strom den \u00dcbenden mit sich tr\u00e4gt und in dem der Einzelne selbst zum\u00a0Teil des Flusses wird.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wissen wir\u00a0wie schwierig es ist,\u00a0aus dem famili\u00e4ren und gesellschaftlichen Umfeld zu kommen und f\u00fcr eine kurze Zeit in so eine Gemeinschaft einzutauchen und mit ihr zu\u00a0\u00fcben. Es ist so als w\u00fcrde man ein fahrendes Auto mit einem Mal anhalten wollen. Es ist nicht einfach, seine Gewohnheiten von Heute auf Morgen zu \u00e4ndern. Das wissen wir und Sie k\u00f6nnen sicher sein, da\u00df wir darauf R\u00fccksicht nehmen werden. Aber deshalb werden wir nicht die Regeln unserer Gemeinschaft und die Prinzipien unseres \u00dcbens au\u00dfer Kraft setzten. Wenn Sie zu uns kommen wollen, m\u00fcssen Sie wissen, was Sie wollen. Wenn Sie die Erleuchtung erlangen wollen und f\u00fcr einen k\u00fcrzeren oder l\u00e4ngeren Aufenthalt, in den Strom der Gemeinschaft und seiner Praxisatmosphere eintauchen wollen, sind Sie herzlich willkommen. Wollen Sie uns besuchen, um mal kurz zu schauen, wie wir leben, k\u00f6nnen Sie nicht kommen &#8211; Sie sind nicht willkommen!<\/p>\n<p>Wenn Sie also beabsichtigen zu uns zu\u00a0kommen, weil sie in dieser Umgebung und in unserer Gemeinschaft \u00fcben wollen, lesen Sie bitte diese Hausordnung sorgf\u00e4ltig durch. Sie m\u00fcssen sie nicht auswendig lernen, aber doch im Hinterkopf behalten, damit Sie sich schnell &#8220;einleben&#8221; k\u00f6nnen, d.h. das mit der Gemeinschaft leben und praktizieren und nicht neben oder au\u00dferhalb der Gemeinschaft. Nutzen Sie die Zeit, die ihnen zur Verf\u00fcgung steht, aufs \u00f6konomischte, um\u00a0ihr Denken, Reden und k\u00f6rperliches Handlen erkennen zu lernen. Wenn Sie zu Hause leben und nicht M\u00f6nch oder Nonne sind, d\u00fcrfen Sie f\u00fcr nicht k\u00fcrzer als\u00a0drei Tage zu uns kommen. Dazu kommen noch ein Tag der Anreise und der Abreise &#8211; also zusammen f\u00fcnf Tage. Sind sie ordiniert (M\u00f6nch oder Nonne) m\u00f6chten wir, da\u00df sie mindesten drei Wochen (21 Tage), plus zwei Tage f\u00fcr An- und Abreise, in unserem Zentrum verbringen.<\/p>\n<p><em>Desweiteren beachten Sie bitte folgende Punkte:<\/em><\/p>\n<p>* Wenn Sie sich entschlossen haben, zu uns zu kommen, treten Sie bitte\u00a0als erstes\u00a0mit uns telefonisch oder via I-Net\u00a0in Kontakt. Stellen Sie einen formlosen Antrag f\u00fcr eine Aufnahme im Zentrum. Die Gemeinschaft wird dann\u00a0\u00fcber Ihren Antrag entscheiden.\u00a0Bitte\u00a0kommen Sie erst,\u00a0wenn Sie von uns die Zusage f\u00fcr den Aufenthalt im Zentrum erhalten haben.<\/p>\n<p>* Die Gemeinschaft des Zentrums beh\u00e4lt sich\u00a0das Recht vor, Ihren Antrag abzulehnen; geben Sie in\u00a0Ihrem Antrag an, wie lange Sie bei uns\u00a0bleiben m\u00f6chten. Geben Sie auch an, ob Sie alle Praxiseinheiten eines Tages\u00a0nutzen oder\u00a0ob Sie spirituelles Verdienst durch die Arbeit f\u00fcr die Gemeinschaft sammeln wollen.<\/p>\n<p>* Der Tagesablauf\u00a0sieht f\u00fcr die Gemeinschaft 4\u00a0PE (Praxiseinheiten) (+1 Lerneinheit)\u00a0von\u00a0je 2 Stunden vor. Wenn Sie sich entschlie\u00dfen im Zentrum spirituelles Verdienst durch Arbeit f\u00fcr die Gemeinschaft zu sammeln, k\u00f6nnen Sie sich von 2 PE befreien lassen. In diesem Fall nehmen Sie an der 1. PE (4-6 Uhr), an der LE (13-14 Uhr) und an der 4.PE (19.30-21.30 Uhr) teil.<\/p>\n<p>* Kleiden Sie sich bequem, lange Hose, langes Hemd, Bluse, die R\u00fccken, Brust und\u00a0Bauch gut bedecken &#8211; auch beim Schlafen; wir empfehlen\u00a0Ihnen, sich besondere Kleidung, die Sie nur f\u00fcr die Praxis im Zentrum benutzen, zu besorgen.<\/p>\n<p>* Unterhaltung durch Fernsehen, Radio, Magazine, Zeitungen, Musik, Internet, etc.\u00a0sind nicht erw\u00fcnscht.\u00a0Enthalten Sie sich bitte von\u00a0allen Aktivit\u00e4ten, die Ihre Zeit\u00a0und die anderer von der Praxis ablenkt. Sehen Sie von jeder Art von Diskusion \u00fcber Themen, die nicht mit der Praxis und dem Zentrum zu tun haben, ab. Im Zentrum besteht durchgehend ein Schweigegebot. Erfahrungen und Fragen tauschen Sie nur mit\u00a0Ihrem spirituellen Lehrer. Rauchen und Alkoholkonsum sind w\u00e4hrend der gesamten Zeit ihres Aufenthalts verboten.<\/p>\n<p>* Wer\u00a0gegen die Hausordnung verst\u00f6\u00dft oder entgegen des im Antrag vereinbarten Aufenthaltzeitraums vorzeitig abfahren muss, soll dem Zentrum freiwillig 300 \u20ac als Spende \u00fcberweisen.<\/p>\n<p>* Neben der t\u00e4glichen Praxis wird das Zentrum \u00fcber k\u00fcrzere oder l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume Seminare zu bestimmten \u00dcbungen aus den verschiedenen buddhistischen oder anderen meditativen Traditionen anbieten. Es wird Praxistage oder -wochen geben, in denen unter Anleitung eine bestimmte Form der Praxis ge\u00fcbt wird, wie z.B. die Acht-Silas, die\u00a0Praktizierende auf die Weihe als M\u00f6nch oder Nonne vorbereiten soll. Es wird ein oder zwei mehrt\u00e4gige Seminare im Jahr geben, in denen Interessierte, die\u00a0das Bekenntnis, bzw. die Zuflucht\u00a0zu den Drei Juwelen in unserem Zentrum ablegen m\u00f6chten, teilnehmen k\u00f6nnen. Au\u00dferhalb dieser besonderen Seminarzeiten wird aus unserem Zentrum niemand f\u00fcr solche Aktivit\u00e4ten zur Verf\u00fcgung stehen oder anderweitig ansprechbar sein. Wenn Sie an solchen Aktivit\u00e4ten des Zentrums\u00a0teilnehmen wollen, beachten Sie bitte unser Jahresprogramm.<\/p>\n<p>* Bem\u00fchen Sie sich bitte zu allen Aktivit\u00e4ten w\u00e4hrend des Tages, ob Praxis, Lernen, Essen\u00a0oder Arbeit, immer p\u00fcnklich zu erscheinen. Bitte helfen Sie, dass es im Zentrum immer ordentlich und sauber ist. Sch\u00e4uen Sie sich nicht f\u00fcr andere, den Dreck wegzur\u00e4umen. Verlieren Sie nicht Ihren Gleich- und Frohmut, wenn Sie die Arbeit von anderen verrichten m\u00fcssen.<br \/>\nAuch f\u00fcr <strong><span style=\"color: #ffcc00;\">ORDINIERTE<\/span><\/strong> gelten die oben genannten\u00a0Punkte. Dazu kommen noch Folgendes:<\/p>\n<p>* Halten Sie die Regeln (Sila) Ihrer Ordinationsweihe so rein wie m\u00f6glich. Bekennen Sie \u00dcbertretungen sofort und f\u00fchren eine Bekenntniszeremonie durch. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und zu der Gemeinschaft mit der Sie praktizieren. Nehmen Sie an allen Sanghaaktivit\u00e4ten wie Sanghakarma, Uposatha und Sila Rezitation, die\u00a0f\u00fcr alle buddhistischen Traditionen gelten,\u00a0teil.<\/p>\n<p>* Wenn Sie Ihr Zimmer verlassen, tragen Sie bitte immer\u00a0die lange Kleidung der Ordinierten, als Zeichen der Achtung vor den anderen.<\/p>\n<p>* Zweimal im Monat, n\u00e4mlich am 14. und 29. Tag (bzw. 28. wenn das Monat nur 29 Tage hat) versammeln sich die Ordinierten um sich auszusprechen, es sei \u00fcber die Erfahrungen w\u00e4hrend der Prais oder \u00fcber eigene Verfehlungen bzw. Klesas und die\u00a0von anderen in der Gemeinschaft. Ausserhalb diese Zeiten sollen Ordinierten sich der Praxis widmen und nicht miteinander sprechen. Diskussionen \u00fcber Dharma und die Praxis gibt es sonst noch einmal am Tag w\u00e4hrend oder am Ende der t\u00e4glichen\u00a0Unterrichtseinheit.<\/p>\n<p>* Ordinierten sollen nur in dringenden Angelegenheiten das Zentrum verlassen,\u00a0am besten nicht mehr als 1 Mal im Monat, bzw. 6 Mal im Jahr &#8211;\u00a0jedes Mal nicht mehr als 3 N\u00e4chte. In Sonderf\u00e4llen muss die Gemeinschaft Ihr Einverst\u00e4ndnis geben.<\/p>\n<p>** Ordinierte\u00a0m\u00fcssen das Zentrum nach zweimalige Verwarnung verlassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie in jeder buddhistischen Gemeinschaft, so st\u00fctzen auch wir uns auf die Grundpfeiler der Lehre des Buddha. F\u00fcr uns ein Garant f\u00fcr harmonisches Zusammenleben und Praktizieren. Diese sogenannten\u00a0Grundpfleiler sind Disziplin, Sammlung und Weisheit (auf Pali: Sila, Samadhi, Panna). Obwohl diese drei Pfeiler sich einander bedingen,\u00a0ist es allgemeine \u00fcblich Sila (Disziplin, Regeln, Gel\u00fcbde) als die\u00a0Basis f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2223,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[11,10],"tags":[9],"class_list":["post-263","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pho-thong","category-hoi-dap","tag-faq"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/amitayus.net\/de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/hausordnung.jpg?fit=831%2C366&ssl=1","views":{"total":340,"cached_at":""},"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/263","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=263"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/263\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2223"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/amitayus.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}